| Veranstaltung: | LDK Hameln-2026 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 5. Wahl des Landesparteirats |
| Antragsteller*in: | Julian Pahlke (KV Leer/Ostfriesland) |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 03.11.2026, 23:16 |
PR15: Julian Pahlke
Selbstvorstellung
Liebe Freund*innen,
ich bewerbe mich bei euch um einen Sitz im Parteirat.
Am Wahlabend in Sachsen-Anhalt wird von einer Sternstunde der Demokratie gesprochen und Rechtsextremen zum Wahlsieg gratuliert. Brandmauern werden auf der falschen Seite hochgezogen, um sie auf der anderen einzureißen. Das Vertrauen in demokratische Abläufe sinkt wöchentlich.
Es wäre zu leicht, dem politischen Gegner mehr vom Schlechten zu wünschen.
Aber wir Grüne haben in der deutschen Politik mittlerweile eine besondere Rolle eingenommen:
Wir Grüne haben in Gemeinden, Land und Bund bewiesen, dass wir zu unseren Versprechen stehen. Mit ehrlicher, empathischer Sprache statt lautem Getöse. Während sich andere Regierungsparteien halbieren, gewinnen wir in den Städten und in immer mehr ländlichen Regionen dazu.
Uns wird vertraut, auch nachdem wir regiert haben.
Dieses Alleinstellungsmerkmal will ich stärken, für die Landtagswahl und für unser Bundesland.
Stark gegen Krisen
Wenn Krisen verhindert wurden, dankt einem niemand. Doch wenn sie eintreten, gewinnen die Falschen.
Und diese Krisen rücken näher: Windräder, aus dem Wind gedreht, weil ein Satellitensystem manipuliert wurde. Durchtrennte Kabel, die den Bahnverkehr bundesweit lahmlegen. Reichsbürger, die sich im Ahrtal als staatliche Helfer*innen ausgeben. Erst manipulieren, den Staat vorführen, dann ausschlachten: Ein Angriff auf unsere Demokratie.
Resilienz entsteht vor Ort: Im Pflegeheim, wo bei Stromausfall das Notstromaggregat anspringt und die Beatmungsgeräte weiterlaufen. Bei Kommunikationswegen, die bereitstehen für den Fall, dass Gerüchte kursieren oder das Handynetz und Internet ausfällt. Und bei der Nachbarin, die weiß, dass der alte Herr im dritten Stock allein lebt, und bei Hitze nach ihm sieht.
Eine gemeinsame Sache
Ich war jahrelang in der zivilen Seenotrettung auf dem Mittelmeer, habe mit vielen ein Schiff gegen das Ertrinken geschickt und werde mich mit Entmenschlichung niemals abfinden. Wer glaubt, schlechte Behandlung verhindere Flucht, kennt ihre Brutalität nicht: Folter, Vergewaltigung, die Suche nach einem sicheren Ort. Die Suche und das Bedürfnis nach diesem sicheren Ort sind immer stärker. Diese Menschen sind auf eine Grüne Partei mit Haltung angewiesen.
Wer es sich einfach macht und für jeden fehlenden Euro für Wohnungen, neue Schienen oder für Kürzungen im Sozialstaat auf Menschen auf Flucht zeigt, soll mit unserem Widerstand rechnen.
Klare Worte
Wir gewinnen mit Persönlichkeiten und Geschichten. Politische Kommunikation ist mein Beruf – in der Zeit vor und in der Seenotrettung, als Bundestagsabgeordneter und heute wieder in der Medienbranche.
Im Parteirat will ich unsere Kommunikation mitberaten, damit wir die emotionalen Geschichten finden und erzählen.
Mit starken Persönlichkeiten gewinnen wir, wie in Hannover, Göttingen oder im Landkreis Osterholz.
Neben dem, was ist, müssen wir auch mehr Emotionen ansprechen. Nicht aus einer Logik des Hinterherlaufens, sondern als emphatisches Gegenmodell zu Hass gesellschaftlicher Erosion. Um deutlich zu machen, dass unsere Antworten auf die Krisen dieser Zeit tatsächlich das Leben besser und sicherer machen.
Über deine Unterstützung für den Parteirat würde ich mich riesig freuen.
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Was bisher geschah:
- Politisiert in der zivilen Seenotrettung seit 2016, ehem. Vorstand von Jugend Rettet e. V.
- Mitglied in Kreisvorständen
- Ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages
- Heute wieder in der Kommunikationsbranche für ein sinnstiftendes Projekt
- Geburtsdatum:
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- Kreisverband:
- KV Leer/ Ostfriesland
- Themen:
- Flucht und Migration, Krisenresillienz, Kommunikation