| Veranstaltung: | LDK Hameln-2026 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 9. Weitere Anträge |
| Antragsteller*in: | LAG Sport (dort beschlossen am: 18.10.2026) |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 19.10.2026, 13:56 |
wA1-neu: Mehr Dialog, weniger Repression – für eine neue Politik im Fußballstadion
Antragstext
Sport begeistert Menschen und bringt sie zusammen - ob am Schachbrett oder an
den Wochenenden in den Stadien der Fußball-Bundesligen. So ungebrochen wie
vielfältig die Begeisterung für den Sport in Niedersachsen ist, so sehr
Frauenfußball an Popularität gewinnt, so sehr ragen die Zahlen aus den Stadien
der Ersten, Zweiten und Dritten Fußball-Bundesliga der Männer heraus, so sehr
dominieren der Fußball und das Fußballstadion die innen- und sportpolitische
Debatte. Ist das Stadion den Fans nicht selten Sehnsuchts- und regelmäßiger
Begegnungsort, fester Teil der eigenen Biografie und Sozialisation, so ist er
zugleich, obwohl unsere Stadien nach allen Zahlen sicher sind, auch immer
Kristallisationspunkt verkürzter innenpolitischer Debatte und Experimentierfeld
sicherheitspolitischer Kontrollphantasien.
Lebenswelt Fußball(stadion)
Diesem verengten Fokus wollen wir einen umfassenden Blick entgegenstellen.
Einen, der Fußball, das Stadion und seine vielfältigen Fanszenen ernst nimmt.
Einen, der das sportliche Ereignis auch als soziales und gesellschaftliches
Ereignis versteht, das Stadion als Lebenswelt, als Ort millionenfacher, analoger
Begegnung, der alle Gesellschaftsgruppen vereint. Einen, der die bekannten
Probleme und Herausforderungen dennoch nicht aus dem Blick lässt und sie
adressiert, damit sich alle sicher fühlen können. Es steht außer Frage, dass
große Sportereignisse immer auch politische Ereignisse sind, Stimmungsbilder
spiegeln, Debatten auslösen.
Dies gilt beispielsweise für die Frage der bisweilen enorme Polizeieinsätze, die
von Fanbeauftragten wie Fanforschern deutlich kritisiert werden und
gleichermaßen
für die Debatte um das Umlegen der Kosten auf die Vereine. Diesnicht nur, weil
hier
Einnahmen und Ausgaben ohne jeden Bezug zum volkswirtschaftlichen Beitrag der
deutschen
Profiligen im zweistelligen Milliardenbereich geführt werden - zumal Umsatz und
Gewinne (2025: 4,7 Mrd lt. einer Studie von McKinsey) in der Regel vor Ort
entstehen. Sondern auch, weil die Perspektiven der Vereine und der Fans, der
Chancen von Prävention und
verlässlichen Sicherheitspartnerschaften zu Gunsten polizeilicher Aufgebote
verpasst werden.
Die Kurve ist politisch
Wenig berücksichtigt bleibt so der gesellschaftliche Wert des Fußballs, der
Begegnung in den Stadien, auch weit über den Spieltag hinaus. Die Kurven sind
dabei besondere Orte des Aufwachsens, des Konflikterlernens. Sie sind Orte
politischer Sozialisation, Bezugspunkt einer der größten Jugend- und
Subkulturen, die wir politisch ernst nehmen müssen. Ein Ort, an dem präventiv
sozialpädagogische Arbeit stattfindet, Demokratiearbeit, politische
Meinungsbildung, wertvolle antirassistische Arbeit, Kampf gegen
Rechtsextremismus, Diskriminierung und Queerfeindlichkeit. Gleichwohl sind
Stadien keine konfliktfreien Orte. Wo Millionen Menschen hochemotional
zusammenkommen, sind Herausforderungen nicht fern. Diesen wollen wir uns
politisch stellen und dem sicherheitspolitischen Alarmismus einen
lösungsorientierten Ansatz entgegenstellen, der die Fanszenen nicht als Gegner,
sondern als Teil der Lösung ernst nimmt.
Zur Ehrlichkeit gehört aber auch: Nicht jede Kurve ist ein solcher Ort. In
einigen Fanszenen haben rechtsextreme Gruppen und Hooligan-Strukturen über Jahre
Einfluss gewonnen. Sie schüchtern Andersdenkende ein und verdrängen
antifaschistische und vielfältige Fangruppen aus den Stadien. Wer Fankultur
ernst nimmt, muss auch diese Entwicklungen ernst nehmen. Wir stärken Vereinen,
Fanprojekten und Fangruppen den Rücken, die sich rechtsextremen Strukturen
entgegenstellen. Von allen Vereinen erwarten wir eine klare Haltung:
konsequentes Vorgehen gegen rechtsextreme Symbole, Codes und Gruppen, Schutz der
Betroffenen und Zusammenarbeit mit der Mobilen Beratung und weiteren Fachstellen
gegen Rechtsextremismus.
Viele Kurven sind bis heute stark männlich geprägt. Frauen werden in manchen
Fangruppen nicht aufgenommen und erleben Sexismus, Belästigung und Übergriffe –
im Stadion wie auf dem Weg dorthin. Wir wollen, dass Frauen sich im Stadion und
in den Fanszenen sicher und gleichberechtigt bewegen können. Dafür braucht es in
den Stadien der ersten drei Ligen verbindliche Awareness-Konzepte mit
Anlaufstellen, geschulte Ordnungsdienste und Handlungskonzepte gegen
sexualisierte Gewalt, außerdem eine Meldestelle für Diskriminierung im Fußball
auch in Niedersachsen. Vereine, Fanprojekte und Fangruppen, die Frauen aktiv
einbinden, verdienen unsere Unterstützung.
Klare und transparente Verfahren
Fans müssen nicht nur in Entscheidungen eingebunden werden, sondern diese müssen
auch transparent gestaltet werden. Das gilt an den Spieltagen, wie über
Spieltage hinaus, das gilt für Stadionrouten wie für Eintragungen in
polizeiliche Register wie die Datei Gewalttäter Sport. Hier braucht es klare
Kriterien, die über die zufällige Anwesenheit in einer Situation hinausreichen.
Auch bedarf es hier aktiver Mitteilung über die Aufnahme in eine solche Datei,
klarer Auskunftsrechte, die Einhaltung von Löschfristen und zugleich einer
Begrenzung
sämtlicher eingesetzter Mittel auf ein bürgerrechtlich akzeptables Maß.
Sollten tatsächliche Vergehen begangen worden sein, sind Stadionverbote ein
mögliches Mittel. Doch anstelle zentralisierter Stadionverbote müssen solche
Entscheidungen weiterhin bei Stadionverbotskommissionen vor Ort liegen. Denn nur
diese haben einen der Maßnahme angemessenen Blick auf ihre Fans und Fanprojekte,
auf Prävention, Sozialarbeit, Hintergründe und Verlauf. Aktuell ist es Vereinen
gleichwohl nicht möglich, zügig nach Vergehen reagieren zu können. Hier braucht
es dringend eine Beschleunigung der Ermittlungsverfahren.
Dabei gilt, Sanktionen dürfen nicht ohne geregelte Verfahren und ein Recht auf
Anhörung ausgesprochen werden. Gleichzeitig müssen bei Einstellungen von
Verfahren oder mit Freispruch, Stadionverbote automatisch überprüft und im
Regelfall aufgehoben werden. Ähnlich klare Verfahren und Regeln bedarf es
überdies im Rahmen von Stadionallianzen, die nur dann ihre volle Kraft
entfalten, wenn die Fanszenen mit am Tisch sitzen und Regeln und Sanktionen
gemeinsam beschlossen und dann auch durchgetragen werden. All das stärkt das
Vertrauen in die Verfahren und damit in das Handeln der Vereine und des Staates
insgesamt.
Pyrotechnik ist kein Verbrechen
Kaum ein Thema polarisiert so sehr, wie die Frage des Einsatzes von Pyrotechnik
in Stadien. Warb der DFB in den Nuller Jahren noch mit emotionalen Bildern mit
sog. Bengalos, ist die Debatte heute kaum noch Argumenten zugänglich. Natürlich
trägt Pyrotechnik Risiken, natürlich kann Pyrotechnik, unsachgemäß angewendet,
die Sicherheit und Gesundheit auch Unbeteiligter gefährden. Zugleich aber ist
Pyrotechnik fester Bestandteil von Fankultur, für die Anwendenden
unverzichtbares Ausdrucksmittel in Choreografien.
Wir sprechen uns für einen sachlichen Umgang mit Pyrotechnik aus und lehnen
strikte Verbote ab. Fraglos gilt, sobald Pyrotechnik die Hand verlässt, ist
direkt eine Grenze der Anwendung erreicht. Böller und auf Menschen abgefeuerte
Leuchtraketen haben mit Fankultur nichts zu tun. Der Blick ins benachbarte
Ausland -
ob nach Norwegen, Frankreich oder Dänemark - zeigt gleichwohl, dass der sichere,
begrenzte und vor allem geschulte und abgesicherte Gebrauch von Pyrotechnik
möglich ist.
Fanprojekte fördern, Soziale Arbeit absichern, Prävention stärken
Fanprojekte, sozialpädagogische Angebote, Jugend- und Sozialarbeit sind schon
heute die wirksamsten, von Fans und Vereinen gelebten, Praxen von Prävention.
Dabei ist ein gutes Fanprojekt aktive Jugendarbeit, Gewalt- und Suchtprävention,
Lebensberatung, Kampf gegen menschenfeindliche Einstellungen und
Demokratiebildung zugleich. In Anbetracht vielfältiger Radikalisierungsangebote
an junge Menschen, wäre es fahrlässig, diese wichtigen Strukturen jenseits
elterlicher und schulischer Kontexte zu vernachlässigen. Das gilt in besonderem
Maße
dort, wo rechtsextreme Gruppen gezielt um junge Fans werben. Fanprojekte
brauchen dafür ausreichende Ressourcen und Fortbildung.
Es bleibt daher umso mehr unser Ziel, diese Projekte weiter zu stärken, um junge
Menschen zu begleiten und ihnen eine Anlaufstelle zu bieten. Dafür braucht es
eine
verlässliche, mehrjährige und tarifgerechte Finanzierung der sechs
niedersächsischen
Fanprojekte durch Land und Kommunen. Jeder öffentliche Euro wird dabei von DFB
und DFL
verdoppelt. Alle kriminologische Kenntnis zeigt, dass gerade jungen Männern
umfassende
Präventionsangebote in den genannten Bereichen niedrigschwellig, zugleich
professionell
fundiert, zur Verfügung gestellt werden sollten. Die Verbundenheit zu einem
Verein und
zu Sport als Lebenswelt vereinfacht dabei den Zugang ungemein. Vertrauen bildet
dabei einen zentralen Grundstein für die Zusammenarbeit von
Fansozialarbeiter*innen und Fans.
Damit dieses Vertrauen und zeitgleich die Arbeitnehmenden geschützt sind,
braucht es
dringend ein klares Zeugnisverweigerungsrecht für Mitarbeiter*innen von
Fanprojekten und der
Sozialen Arbeit. Den Gesetzentwurf der grünen Bundestagsfraktion dazu
unterstützen wir ausdrücklich und fordern die Landesregierung auf, sich auf
Bundesebene dafür einzusetzen.
Wer sich aus gewaltbereiten oder rechtsextremen Zusammenhängen in der Fanszene
lösen will,
braucht verlässliche Unterstützung. Fanprojekte leisten etwa mit Anti-Gewalt-
Trainings bereits wertvolle Distanzierungsarbeit, die wir ausbauen wollen.
Spezifische Ausstiegsangebote für gewaltbereite Fanszenen fehlen bislang
weitgehend. Wir wollen deshalb Fanprojekte und das niedersächsische
Aussteigerprogramm „Aktion Neustart“ enger miteinander verzahnen, damit
Ausstiegswillige auch aus Hooligan-Strukturen erreicht werden und Schutz vor
Druck aus ihrem bisherigen Umfeld erhalten.
Vision Zero und Stadionallianzen – gut für alle!
Gerade Spiele mit rivalisierenden Fangruppierungen müssen aktuell mit massiven
Polizeiaufgeboten begleitet werden. Dabei entstehen hohe Kosten und Debatten
darüber, wie und ob diese den Vereinen aufzubürden sind. Zugleich sorgen diese
Großeinsätze für massive Belastungsspitzen in der Polizei, die dann an anderer
Stelle fehlt. Polizist*innen sollten an Wochenenden selbst mit ihren Familien
ins Stadion gehen können, statt Überstunden zu sammeln.
Vision Zero – also das Ziel, Fußballspiele perspektivisch ohne Polizei im
Stadion auszutragen - und Stadionallianzen setzen hier an: Nicht übermäßige
Polizeipräsenz, sondern verlässliche und belastbare Absprachen, nicht
Hundertschaften, sondern Kommunikationsteams, nicht das Stadion, sondern
allenfalls die Wege dorthin im Fokus. Es bedarf eines neuen Ansatzes, eines raus
aus der Spirale, weniger Polizei durch mehr verbindlichen Dialog ist möglich!
Das zeigt die wissenschaftliche Evaluation der Stadionallianzen in Baden-
Württemberg: Straftaten und Verletzte gingen dort zurück, ebenso der
Polizeiaufwand.Ein gutes Beispiel, wie Präventivarbeit und Absprachen zu
deutlich reduziertem Polizeieinsatz bei einem
Hochrisikospiel in den kritischen Abendstunden führen können, ist das Spiel
Hannover 96 gegen Eintracht Braunschweig in Hannover im Frühjahr 2026.
Gelebte, belastbare Stadionallianzen als verlässliche Sicherheitspartnerschaften
sind die Basis für Vision Zero. Jedenfalls dann, wenn alle Akteur*innen, also
auch alle Fanszenen, mit am Tisch sitzen und Teil verlässlicher Absprachen
werden. Das bedeutet auch, eingespielte Rollen (wieder) zu verlassen.
Langfristig jedenfalls sollten die Vereine unter Einbezug der Fanszenen die
Verantwortung für die Situation in den Stadien übernehmen. Polizei bliebe in
dieser Zeit Ratgeberin, später nur noch Ultima Ratio. Zugleich gilt es, diese
verlässlichen Absprachen auch auf die An- und Abreise von Fans anzuwenden.
Transparente, verlässliche und belastbare Absprachen funktionieren
schon heute für Großveranstaltungen wie Marathons, Open-Air-Konzerte oder
Weihnachtsmärkte.
Das spart Einsatzzeit und Kosten und bedarf mit Blick auf den Fußball endlich
des politischen Mutes, den Prozess dahin zu begleiten, statt Debatten immer
wieder zu eskalieren oder Maßnahmenkataloge vollkommen zu überziehen.
Sicherheit endet nicht am Stadiontor. Bei An- und Abreise kommt es immer wieder
zu massiven Beschädigungen von Zügen und zu Bedrohungen und Einschüchterungen
von Reisenden und Zugpersonal. Das trifft Menschen, die mit dem Fußball nichts
zu tun haben. Gerade Frauen und von Rassismus betroffene Personen fühlen sich in
solchen Situationen besonders unsicher. Wir fordern deshalb, die
Stadionallianzen auf die Reisewege auszuweiten. Mit verbindlichen Absprachen
zwischen Vereinen, Fanszenen, Bahnunternehmen und Bundespolizei, mit
Fanbegleitung durch die Fanprojekte bei Auswärtsfahrten, mit Doppelbesetzung und
Sicherheitspersonal bei Risikospielen, Schutz und ggf. Schulung des Zugpersonals
und, wo sinnvoll, mit Entlastungs- oder ggf. Sonderzügen, damit andere Reisende
nicht so stark betroffen sind. Wer Reisende bedroht oder Züge beschädigt, muss
individuell zur Verantwortung gezogen werden, nicht alle Fans kollektiv.
Bürger*innerechte gelten auch in der Kurve!
Vor diesem Hintergrund und mit Blick auf die Debatten der
Innenminister*innenkonferenz
lehnen wir die Nutzung von Stadien als sicherheitspolitisches Experimentierfeld
entschieden ab. Ob personalisierte Tickets, intelligente Videoüberwachung oder
der Einsatz von Palantir – rein schwarz-roten Überwachungsphantasien treten wir
entschieden entgegen, denn
Grundrechte gelten auch im Stadion! Grundrechte zu schützen heißt auch,
staatliches Handeln überprüfbar zu machen. Ermittlungen wegen mutmaßlich
rechtswidriger Polizeigewalt bei Fußballeinsätzen scheitern häufig daran, dass
beteiligte Beamt*innen nicht identifiziert werden können. Wir halten deshalb an
der pseudonymisierten Kennzeichnung bei geschlossenen Einsätzen fest.
Das Stadion ist sicher!
Als Bündnis 90/ Die Grünen in Niedersachsen wollen wir ein Stadionerlebnis für
alle schaffen,
ohne dass Emotionen oder Bürger*innenrechte am Stadiontor abgegeben werden
müssen.
Wir stellen uns entschieden gegen die Kostenverlagerung und werben vielmehr für
Vision Zero im Sinne von Vereinen, Fans und Polizei. Gebührenbescheide für
einzelne Spiele sind nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zwar
zulässig, lösen aber das eigentliche Problem nicht. Wir setzen stattdessen auf
Anreize. Deshalb soll, was funktionierende Stadionallianzen an Polizeieinsatz
einsparen, in Prävention und Fanarbeit fließen. Hamburg und Bremen diskutieren
bereits einen Polizeikostenfonds. Wir regen an, dies auch in Niedersachsen zu
prüfen.
Fußballstadien als soziale Orte, als Orte der analogen, gesellschafts- und
generationenübergreifenden Begegnung, als Lebenswelt und als Ort des
Konflikterlernens, sind für uns ein Schutzraum. Ein Schutzraum freilich, in dem
esverlässlicher Regeln, Absprachen und Rücksichtnahme bedarf, die es immer
wiedereinzuüben gilt. Dazu gehört unmissverständlich: Gewalt gegen Menschen hat
im Stadion und auf dem Weg dorthin keinen Platz,weder gegen andere Fans und
Unbeteiligte, noch gegen Ordner*innen, Zugpersonal, Polizei- oder
Rettungskräfte. Wer Einsatzkräfte angreift, kann sich nicht auf Fankultur
berufen. An nur noch wenigen Orten trifft sich die große Breite der
Gesellschaft, wie an einem Wochenende in den Stadien Niedersachsens.
Das Stadion sollte daher ein Ort der gelebten Vielfalt und Toleranz sein und
dort, wo er das
noch nicht ist, werden; ein Ort der sportlichen Auseinandersetzung und sport-
wie gesellschaftspolitischer Aushandlung auch durch organisierte Fangruppen
zugleich.
Man muss nicht jedes Banner, nicht jede Protestaktion teilen, um doch
anzuerkennen, dass dies ein schützenswerter Ort, Weg und Kanal politischen
Diskurses ist – zugleich ein Ort, an dem, wenn etwas schief geht bei
Auseinandersetzungen, Einzelne nicht kollektiv in Haftung zu nehmen sind, wohl
aber alle in die Verantwortung gestellt sind, dass das Stadion ein guter Ort für
alle ist. Und dass dem so ist, belegen grundsätzlich alle Zahlen und zeigen:
Unsere Stadien sind sicher!